Vereinsreise Sommer 2022
Kopenhagen

23. – 26. Juni 2022

Im Jahr 1979 – ganze acht Jahre nach der Vereinsgründung – führte unsere erste gemeinsame Reise nach Kopenhagen. Das Ziel war nicht, wie zu vermuten gewesen wäre, Ägina. Dorthin ging es erst ein Jahr später. Auf Kopenhagen fiel die Wahl sicherlich wegen der Ny Carlsberg Glyptothek. Das Museum mit seinen herausragenden Werken geht zurück auf die Kunstsammlung des dänischen Industriellen Jacobsen, dessen Sohn sie 1888 der Öffentlichkeit stiftete. Für das neue Museum wählte er aus seiner Begeisterung für unser Haus am Königsplatz den Namen Ny Carlsberg Glyptothek, also „neue Glyptothek“ mit dem Beinamen seiner Brauerei Carlsberg. Neben der Glyptothek gibt es noch einen mindestens ebenso wichtigen Reisegrund für Kopenhagen, den dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen. Über sein Werk und seine Verbindung mit München konnten wir einen detaillierten Einblick in der Jubiläumsausstellung zu seinem 250. Geburtstag 2020 am Königsplatz gewinnen. Im Thorvaldsen Museum in Kopenhagen befindet sich die weltweit beste Sammlung seiner Werke, die schon allein eine Reise wert ist.

Hier das ganze Programm als PDF anschauen.


Vereinsreise Herbst 2022
Samnium

17. – 24. September 2022
24. September – 1. Oktober 2022
(1. – 8. Oktober 2022)

Das antike Volk der Samniten hatte seine Heimat im Herzen Süditaliens: Das Siedlungsgebiet lag zwischen den Flüssen Sagrus (Sangro) im Norden und Aufidus (Ofanto) im Süden. Westlich und östlich wurde es jeweils von einem ca. 30 km breiten Küstenstreifen zum Tyrrhenischen Meer und zur Adria hin abgegrenzt. Es umfasste also die gesamte heutige Region Molise, den nördlichen Teil Apuliens, schmale Streifen im Süden der Region Abruzzen und im Norden der Basilikata sowie einige Landstriche im südöstlichen Latium und im Nordosten Kampaniens.

Die samnitische Kultur formierte sich gegen die Mitte des ersten Jahrtausends v. Chr. in diesem Gebiet. Nach römischen Quellen hatten die Samniten – bei den Römern „Sabeller“ genannt – sabinische Wurzeln. Ihre Sprache war das Oskische, ein Zweig des Indogermanischen. In der Berg- und Hügellandschaft ihrer Siedlungsregion betrieben sie eine extensive Wanderweidewirtschaft mit Schafen und Ziegen. An den Triften der Viehherden entstanden bisweilen größere Siedlungen. Es gab allerdings keine einheitliche staatliche Organisation aller Samniten. Vielmehr existierten innerhalb der verschiedenen Stämme jeweils mehrere, weitgehend autonome politische Verbände, die pagi, die sich ihrerseits aus verschiedenen Siedlungseinheiten zusammensetzten. Alle pagi zusammen bildeten dann den touto eines Stammes – eine Körperschaft, die ein Verwaltungszentrum besaß und von einem jährlich gewählten Magistraten, dem meddix tuticus, geleitet wurde. Die Gesamtheit der im samnitischen Bund zusammengeschlossenen Stämme vertraten schließlich ein Rat und ein gewählter Oberbefehlshaber, der in den römischen Quellen meist als imperator bezeichnet wird.

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